Magyarország nemzetközi helyzete Mohács után

Szántó Imre: Magyarország nemzetközi helyzete Mohács után. In: Acta Universitatis Szegediensis : acta historica, (51). pp. 1-26. (1975)

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Abstract

Nach dem Abmarsch der Türken begann der Kampf um die Macht zwischen König Johannes Szapolyai und Ferdinand (Habsburg) I. Den Weg der Habsburger zum ungarischen Thron bahnte in erster Linie die türkische Gefahr. Die Geschichte der Epoche wurde grundlegend durch das Ringen, das die sich herausbildenden nationalen Staaten in Westeuropa gegen die die Begründung eines Weltreiches anstrebenden Habsburger führten, charakterisiert. König Franz I. von Frankreich hielt seinen mächtigen Widersacher, Kaiser Karl V. lange Zeit hinduruh fest und verhinderte ihn daran, dass er in Deutschland die kaiserliche Macht restaurieren, aber auch daran, dass er sich gegen die Türken wenden könne. Der Habsburg-französische bzw. der Habsburg-türkische Interessengegensatz hatte zur Folge, dass Frankreich und das türkische Reich ihre Kräfte im Kampf gegen die Habsburger einigen sollten. Bei der heutigen Lage der Forschung wäre es schwierig, die Macht der europäischen Staaten und des türkischen Reiches genau zu ermessen und gegeneinanderzustellen. Soviel scheint aber sicher zu sein, dass die Kraft der Türken die Stärken jedes europäischen Staates, sogar die der Habsburger weit übertraf. Das osmanische Reich traf die christlichen Staaten nicht nur in Hinsicht der Grösse seines Gebietes über, sondern auch seine politische und militärische Organisation erwies sich zur Kriegsführung mehr geeigenet. Die Gestaltung der Machtposition der Habsburger und der Kampf des türkischen Reiches um die Herrschaft über die mohammedanische Welt, der Wellengang der zeitgenössischen Ereignisse beeinflusste bedeutend das Schicksal Ungarns. Auch den östlichen Habsburgerstaaten wurde die Abwehr der türkischen Gefahr, die Verteidigung gegen die Türken zum Hauptinteresse. Das Haus Habsburg konnte aber seine gesamten Mittel gegen den türkischen Feind niemals konzentrieren. Kaiser Karl V. unterstützte seinen Bruder, König Ferdinand I. nicht mit entscheidenden Kräften, sogar beanspruchte er auch ungarische Streitkräfte in seinen Affären im deutschen Reiche, so z.B. im Schmalkaldischen Krieg. So in der Mitte des 16. Jahrhunderts, als sie durch die französischen Kriege und durch die inneren Gegensätze des deutschen Reiches festgehalten wurden, verfügten die Habsburger über keine Kräfte und Mittel, mit welchen sie die Türken aus dem Gebiete Ungarns hätten hinaustreiben können. Die spanischen und österreichischen Habsburger — auch um den Preis von Konzessionen — strebten nur nach der Erhaltung des Status quo gegen die Türken. Die effektive Machtposition der Habsburger konnte Ungarn vom Untergang nicht retten. Wenn auch die Hinaustreibung der Türken in der Mitte des 16. Jahrhunderts die Mittel der Habsburger überstieg, erwies sich ihre militärischen Kraft jedoch als genügend, die türkische Eroberung zu verlangsamen und aufzuhalten.

Item Type: Article
Other title: Die internationale Lage Ungarns nach Mohács ; Meždunarodnoe položenie vengrii posle Mohács
Journal or Publication Title: Acta Universitatis Szegediensis : acta historica
Date: 1975
Volume: 51
ISSN: 0324-6965
Page Range: pp. 1-26
Language: Hungarian, German, Russian
Publisher: University of Szeged, Magyar Medievisztikai Kutatócsoport
Place of Publication: Szeged
Related URLs: http://acta.bibl.u-szeged.hu/37083/
Uncontrolled Keywords: Magyarország története - 16. sz., Mohácsi csata
Additional Information: Bibliogr. a lábjegyzetekben ; összefoglalás német és orosz nyelven
Subjects: 06. Humanities
06. Humanities > 06.01. History and archaeology
Date Deposited: 2016. Oct. 15. 07:57
Last Modified: 2026. Feb. 05. 16:01
URI: http://acta.bibl.u-szeged.hu/id/eprint/4165

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