A nyugat-magyarországi kormánybiztosság megszervezése

Soós Katalin: A nyugat-magyarországi kormánybiztosság megszervezése. In: Acta Universitatis Szegediensis : acta historica, (33). pp. 21-40. (1969)

[thumbnail of historica_033_021-040.pdf]
Előnézet
Cikk, tanulmány, mű
historica_033_021-040.pdf

Letöltés (1MB) | Előnézet

Absztrakt (kivonat)

In Westungara hat das Feldbachkommando von Baron Lehár die Rätemacht niedergeschlagen. Durch die Ernennung des Grafen Antal Sigray zum Regierungskomissar der Komitate Moson, Sopron, Vas und Zala sowie für das Gebiet der Stadt Sopron am 1-2. August 1919 war die Institution des Regierungskomissariats zeitlich zum erstenmal in Westungarn organisiert worden, deren ungarischer Charakter dermassen klar war, dass man nicht einmal versuchte, sie als irgendeine deutsche Autonomie darzustellen. Ihre Einführung im ganzen Lande bedeutete unter anderen eine gegenrevolutionäre Dezentralisation, die Entgegenstellung der Hauptstadt, die revolutionäre Traditionen besass, mit der eher konservativen Provinz, die von der Konterrevolution gegen die revolutionären Kräfte in der Geschichte nicht zum erstenmal ausgespielt zu werden versucht wurde. Sigray hat sich drei Ziele gesetzt: Herstellung des bürgerlichen Systems, Organisierung der Armee, die Verschonung Westungarns vor feindlicher (österreichischer) Okkupation d.h. seine Rettung für Ungarn. Der Terror, den man nach dem Machtantritt der Gegenrevolution gegen die Kommunisten und Arbeiter geführt hat, erstreckte sich bald auf jeden Exponenten der Räterepublik und hatte als Begleiterscheinung regelmässig organisierte Pogrome gegen die Juden und die deutschstämmigen Anschlussanhänger gehabt. Die Gegenrevolution hat mit der während der Räterepublik in Westungarn ausgebauten kulturellen und territorialen Autonomie aufgeräumt und alle Verordnungen der Räterepublik über Gleichberechtigung der Nationalitäten getilgt. Die sich hinter den verschiedenen Mächtegruppen der Gegenrevolution anreihenden ungarischen Herrscherklassen vertraten zwar über die Politik gegenüber den Nationalitäten keinen einheitlichen Standpunkt, hatten aber mit den Erben der Revolutionen rechnen müssen. So wurde das sog. Ministerium für Nationale Minderheit errichtet, und am 20. August hat der Ministerrat die Verordnung Nr. 4044/1919 ME. genehmigt. Der Erlass über die „Sofortige Durchsetzung der Gleichberechtigung der Nationalitäten" wurde nie durchgeführt. Statt dessen wurde in Westungarn eine weitverzweigte Propagandaorganisation zur Führung ungarischer Propaganda in den deutschen Städten und Gemeinden aufgestellt. Ihr direktes Ziel war, die Bevölkerung zu „Loyalitätserklärungen" zu bewegen, in denen sie gegen die Abtrennung protestiert. Die Dokumente, von denen die wahre Stellungnahme der Bevölkerung klar hervorgeht, zeugen dafür, dass sich die ungarischen Gutsbesitzer zurück an die Seite Ungarns, des gegenrevolutionären Systems stellten, an ihrer Stellungnahme haben sich der Klerus, die meisten ungarischen Beamten und Intelligenzen beteiligt. Die Masse der Arbeiter und der Bauern, war vielmehr nach Österreich orientiert, als zur Zeit der Károlyi-Regierung. Tm Falle 'der kommunistischen und der sozialistischen Elemente der Arbeiterschaft war der Anschluss Westungarns an Österreich neben den Lohnkämpfen ebenfalls eine Form des Protestes gegen das konterrevolutionäre System. Der Gedanke der Autonomie hat, obwohl er wiederholt aufgetaucht war, infolge der chauvinistischen Politik des Systems den Boden unter den Füssen immer mehr verloren. Die ungarische Regierung hat sich nach innen in Schweigen gehüllt, hatte aber während der Verhandlungen mit tier österreichischen Regierung versucht, dies zu verwerten. Das am 12. August 1919 aufgestellte Regierungskomissariat in Westungarn stand nach der Wahl Sigrays zum Abgeordneten der Partei der Christlich — Nationalen Vereinigung im Januar 1-920 bis August 1920 unter der Führung des Grafen József Cziráky. Da hörte die Tätigkeit des Regierungskomissariats für ein halbes Jahr auf. Am 13. November 1920 hat die Regierung das Regierungskomissariat von Westungarn zur einheitlichen Lenkung der Frage Westungaras erneut aufgestellt und mit dessen Führung wieder den Grafen Sigray betraut. Zur tatsächlichen Reorganisation des Regierungskomissariats kam es aber erst im Januar 1921, sein Wirkungskreis erstreckte sich aber nur noch auf drei Komitate, auf Vas, Sopron und Moson.

Mű típusa: Cikk, tanulmány, mű
Egyéb cím: Die organisierung des Regierungskomissariats in Westungarn
Befoglaló folyóirat/kiadvány címe: Acta Universitatis Szegediensis : acta historica
Dátum: 1969
Kötet: 33
ISSN: 0324-6965
Oldalak: pp. 21-40
Nyelv: magyar , német
Kiadó: University of Szeged, Magyar Medievisztikai Kutatócsoport
Kiadás helye: Szeged
Befoglaló mű URL: http://acta.bibl.u-szeged.hu/37065/
Kulcsszavak: Magyarország története - 20. sz. eleje
Megjegyzések: Bibliogr. a jegyzetekben: p. 38-39. ; összefoglalás német nyelven
Szakterület: 06. Bölcsészettudományok
06. Bölcsészettudományok > 06.01. Történettudomány és régészet
Feltöltés dátuma: 2016. okt. 15. 07:57
Utolsó módosítás: 2026. feb. 06. 13:44
URI: http://acta.bibl.u-szeged.hu/id/eprint/2611
Bővebben:
Tétel nézet Tétel nézet