Szántó Imre: Szeged az 1848-1849-es szabadságharc alkonyán. In: Acta Universitatis Szegediensis : acta historica, (74). pp. 3-25. (1984)
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Absztrakt (kivonat)
Der Aufsatz behandelt die Rolle der Stadt Szeged in den letzten Monaten (Juni—Juli) des ungarischen Freiheitskrieges von 1848—49. Es erfolgte der letzte Aufzug im Drama des Freiheitskrieges. Nach der Niederlage der kaiserlichen Truppen im April wandten sich die Wiener Hofkreise nochmals an den russischen Zar Nikolaus I. um militärische Hilfe. Durch den Einfall der russischen Armee wurde die Kriese vertieft und ihr Ausgang eingeleitet. Die zaristische Intervention hat die Führer der ungarischen Revolution unvorbereitet getroffen, nicht nur in militärischer Hinsicht,-sondern auch wegen der ungeordneten Nationalitätenfrage. Um die aus der zaristischen Intervention entstehende Gefahr abzuwenden, die Kriegslust anzufachen, hat die Regierung ausgefunden, den Volksaufstand für „einen Kreuzzug" zu erklären. Auch die unter der Führung des Freiherrn Julius Haynau stehende österreichische Hauptarmee ist zum Angriff übergangen. Gleichzeitig gab es einen Bewegungskrieg auf dem südlichen Kriegsschauplatz, in der Batschka und im Banat zwischen den serbischen Insurgenten, kleineren österreichischen Truppen und der südlichen ungarischen Armee. Nach dem Beginn der Offensive von Haynau, die unmittelbar die Stadt Pest bedrohte, hat der vereinigte Kriegs- und Ministerrat unter der Leitung von Lajos Kossuth einen neuen Operationsplan am 29. Juni entworfen. Die ungarische Kriegsleitung hat geplant, dass die ungarische Here im Süden, im Theiss—Maros-Winkel um Szeged sich vereinigen und die Befreiung des Landes versuchen sollen. Infolge der bekannten militärischen Ereignisse hat Kossuth am 2. Juli deklariert, dass die Regierung und das Abgeordnetenhaus ihren Sitz nach Szeged verlegen. In den ersten Tagen von Juli begann der Völkerfluss nach Szeged zu strömen. Die Regierung, ein Teil der Regierungsbeamten, viele Mitglieder der beiden Tafeln, Truppeneinheiten und die flüchtende Bevölkerung aus der Hauptstadt sind nach Szeged geflutet. Der Gouverneur-Präsident Lajos Kossuth und seine Frau mit ihrer Begleitung sind am 11. Juli in der Stadt angekommen. Kossuth versuchte hier die letzten Kraftreserven der Revolution zu mobilisieren. Die Stadt hat noch nie so eine Belebtheit gesehen, die in den letzten zwei Monaten des Freiheitskampfes hereinbrach. Mit der Regierung kam auch Bälcescu, der revolutionäre Leiter des rumänischen Volkes nach Szeged, so ist es ihm endlich gelungen, am 13. Juli mit Kossuth zur Vereinbarung zu kommen: es entstand das Versöhnungsprojekt (Projet de Pacification) über die Aufhebung des Brüderkrieges zwischen dem ungarischen und dem rumänischen Volk, das später den Grund des Nationalitätengesetzes in Szeged bildete. Mit der Vermehrung der Abgeordneten in Szeged haben die Sitzungen in der unteren Tafel begonnen. Inzwischen wurde aber die militärische und politische Lage der Revolution immer schwerer. Drei Kolonnen drängten sich unter der Führung von Haynau auf dem Donau—Theiss-Zwischenstromland gegen das Südland vorwärts. Um diese Zeit ist die Friedenspartei wieder in Bewegung gekommen, die diese Lage zur Machtübernahme von Artur Görgey günstig fand. Am Morgen des 28. Juli explodierte der 60 Doppelzentner Schiesspulver-Vorrat bei dem Brückenkopf in Neu-Szeged, der aus der Burg in das Zsótér-Lagerhaus hinübertransportiert wurde. Damit wurde das wichtigste Kriegsmateriallager der Honvéd-Armee vernichtet. An demselben Tag wurde — verspätet — das Nationalitätengesetz in der öffentlichen Sitzung des Landtages angenommen, das den Vertrag zwischen Kossuth Bälcescu bestätigte und die den Rumänen versprochenen Rechte auf alle Nationalitäten in Ungarn erstreckte. Da der Feind nur 4—5 Meilen weit von Szeged stationierte, hat das Abgeordnetenhaus sich unbefristet vertagt. Ein Teil der Abgeordneten entfernte sich nach Arad, die meisten Mitglieder der Behörden flüchteten sich auch. Kossuth wollte Szeged mit dem weit ausgebreiteten Schanzwerk verteidigen. Dembinski, der Oberkommandant der um Szeged und in der Umgebung konzentrierten ungarischen Armee aus 60 tausend Mann wich aber dem Zusammenstoss aus und Hess die Schanzwerke um Szeged unausgenutzt. Am 1. August verliess er Szeged ohne Kampf und zog sich hinter die Dämme von Szöreg zurück. Die Truppen von Haynau besetzten Szeged am 2. August ohne Kampf. Nach der Übergabe von Szeged rannten die Ereignisse stürmisch gegen den tragischen Zusammenbruch des Freiheitskampfes. Als Görgey in Arad ankam, nahm die Lage der in der Umgebung von Szeged konzentrierten ungarischen Armee eine völlig kritische Wendung. Infolge der unentschlossenen, unbestimmten Massnahmen des Oberkommandanten Dembinski „haben wir auch diese halb gekämpfte, entscheidende Schlacht verloren" (bei Szöreg am 5. August). Mit der Niederlage bei Szöreg sind die selbstüberlassene Revolution und der Freiheitskampf in Szeged und in seiner Umgebung zu Ende gegangen und die Militärwillkür von Haynau nahm ihren Anfang.
| Mű típusa: | Cikk, tanulmány, mű |
|---|---|
| Egyéb cím: | Szeged am abend des freiheitskrieges von 1848-1849 |
| Befoglaló folyóirat/kiadvány címe: | Acta Universitatis Szegediensis : acta historica |
| Dátum: | 1984 |
| Kötet: | 74 |
| ISSN: | 0324-6965 |
| Oldalak: | pp. 3-25 |
| Nyelv: | magyar , német |
| Kiadó: | University of Szeged, Magyar Medievisztikai Kutatócsoport |
| Kiadás helye: | Szeged |
| Befoglaló mű URL: | http://acta.bibl.u-szeged.hu/37106/ |
| Kulcsszavak: | Magyarország története - 1848-1849, Szeged története - 1848-1849 |
| Megjegyzések: | Bibliogr. a lábjegyzetekben ; összefoglalás német nyelven |
| Szakterület: | 06. Bölcsészettudományok 06. Bölcsészettudományok > 06.01. Történettudomány és régészet |
| Feltöltés dátuma: | 2016. okt. 15. 07:57 |
| Utolsó módosítás: | 2026. feb. 04. 14:33 |
| URI: | http://acta.bibl.u-szeged.hu/id/eprint/2683 |
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