Soós Katalin: 1956 és az osztrák politikai pártok. In: Acta Universitatis Szegediensis : acta historica, (104). pp. 5-23. (1996)
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Absztrakt (kivonat)
Mit Ausnahme der KPÖ haben die politischen Parteien Österreichs den Ausbruch des ungarischen nationalen Aufstandes und später dessen Sieg in ihren Dekreten und Aufrufen einheitlich begrüsst, lediglich in ihrer Tonart gab es gewisse Divergenzen. Die ÖVP und die FPÖ hatten den Akzent auf das nunmehr gemeinsame Bekenntnis zu den christlichen Werten des Westens gelegt, die SPÖ hatte dagegen einen massigeren Ton angeschlagen: sie folgte den Ereignissen mit schmerzeriulltem Mitleid, zugleich forderte sie aber die Bevölkerung Österreichs zur karitativen Unterstützung der Afständischen auf, die sich auch in konkreter Hilfeleistung zu manifestieren hatte. Am verantwortungsvollsten und am ausführlichsten haben die Parlamentsabgeordneten der politischen Parteien Österreichs im Nationalrat den Standpunkt ihrer Parteien dargelegt. In der Sitzung des Nationalrates am 30. Oktober haben die Abgeordneten der Parteien in ihren Reden und Diskussionsbeiträgen auch schon den Charakter von 1956 in Ungarn dargelegt. Die Ereignisse, die Kämpfe in Ungarn wurden von den Parteien der Regierungskoalition — von der ÖVP und der SPÖ — sowie auch von der Opposition einhellig als „Freiheitskamf" beurteilt, der für die Unabhängigkeit, für die Souverenität ferner im allgemeinen für die Durchsetzung der Menschenrechte geführt wurde. Bezüglich des weiteren Schicksals des Freiheitskampfes hatten die Vertreter dieser Parteien damals zwar noch etwas beunruhigt, aber auch zuversichtlich entgegengeschaut. Später wird 1956 in Österreich allein vor der KPÖ als „Konterrevolution" bezeichnet, die von Seiten Österreichs nach der Ansicht des Abgeordneten Koplenig (KPÖ) „durch die faschistische Reaktion und durch die offene Bürgerkriegshetze" unterstützt wurde. Die Diskussion in der Sitzung des Nationalrates am 6. Dezember wurde schon von der brutalen Niedertretung der ungarischen Revolution und des Freiheitskampfes durch die Sowjets überschattet. Es ging aus den Reden und aus den Diskussionsbeitragen der Abgeordneten der Parteien hervor, da man über recht genaue Informationen über die Ereignisse der Niederwerfung der Revolution und des Freiheitskampfes verfugte. Der Abgeordnete der FPÖ Stendenbach hat 1956 bereits als „Revolution" beurteilt. In der Vorträgen der die Ereignisse behandelden Abgeordneten wurden die Namen der beiden wichtigsten Politiker Nagy Imre und Pál Maiéter mit positivem Unterton genannt. Die Niederwerfung der ungarischen Revolution und des Freiheitskampfes und den Eingriff der Sowjets brachten die Vertreter der Parteien fast ausnahmslos mit der Suezkrise in Verbindung. Sie hatten die während der ungarischen Revolution und des Freiheitskampfes und der Sueskrise gespielte Rolle der UNO einer äuerst scharfen Kritik unterzogen, zugleich hatten sie aber implizite auch der Ansicht Ausdruck gegeben, da sie der Unbeholfenheit der UNO die sowjetische Intervention gegen die ungarische Revolution und den Freiheitskampf zuschreiben. Uber die Rolle der Vereinigten Staaten wurde relativ wenig gesprochen. Die politischen Parteien Österreichs wussten nichts über die hinter den Kulissen geheim geführten Verhandlungen der UNO, sie konnten nichts darüber wissen, dass die Passivität der westlichen Staaten in der ungarischen Frage nicht primär durch Suez bedingt war, sondern vielmehrdurch die von den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion in Jalta vorgenommene Aufteilung von Europa in Einflusphären, die von Amerika selbst noch 1956 akzeptiert worden war. Die Diskussionen des Nationalrates im Parlament gewährten Einblick in die offizielle Stellungnahme der politischen Parteien Österreichs. Es ist jedoch unbestreitbar, dass sich die Politik der Parteien — im Falle der ÖVP, der SPÖ — vor allem in der praktischen Politik der österreichischen Bundesregierung manifestierte; so im „Appell" an die Sowjetunion am 28. Oktober und nach dem 4. November im Empfang der die Staatsgrenze überschreitenden mehr als 180.000 ungarischen Flüchtlinge, also in der Organisierung des ungarischen Flüchtlingswesens.
| Mű típusa: | Cikk, tanulmány, mű |
|---|---|
| Egyéb cím: | 1956 und die politischen Parteien Österreichs |
| Befoglaló folyóirat/kiadvány címe: | Acta Universitatis Szegediensis : acta historica |
| Dátum: | 1996 |
| Kötet: | 104 |
| ISSN: | 0324-6965 |
| Oldalak: | pp. 5-23 |
| Nyelv: | magyar , német |
| Kiadó: | University of Szeged, Magyar Medievisztikai Kutatócsoport |
| Kiadás helye: | Szeged |
| Befoglaló mű URL: | http://acta.bibl.u-szeged.hu/37136/ |
| Kulcsszavak: | Politikatörténet - Ausztria - 1956 |
| Megjegyzések: | Bibliogr. a lábjegyzetekben ; összefoglalás német nyelven |
| Szakterület: | 06. Bölcsészettudományok 06. Bölcsészettudományok > 06.01. Történettudomány és régészet |
| Feltöltés dátuma: | 2016. okt. 15. 07:56 |
| Utolsó módosítás: | 2026. feb. 02. 14:58 |
| URI: | http://acta.bibl.u-szeged.hu/id/eprint/2831 |
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