Hegyi András: A szegedi ipari munkásság helyzete és küzdelmei a Gömbös-kormányzat idején : 1932-1936. In: Acta Universitatis Szegediensis : acta historica, (49). pp. 1-68. (1974)
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In der behandelten Periode bildete die Arbeiterschaft die bedeutendste Gesellschaftsschich- *e in Szeged. Die Gesamtzahl der Arbeiterschaft in Szeged war um 13—14 000. Die Proportion der Kleingewerbetreibenden und die der von ihnen Beschäftigten war mit 60—70% noch immer ziemlich hoch. In der ersten Hälfte der 30-er Jähre nimmt die Zahl der Arbeiterschaft in Szeged wiederum .zu. Die bedeutendste Arbeitskräftereserve der Fabrikindustrie bzw. der Kleingewerbe bildete noch immer die Masse der Tausende von Arbeitslosigen. Die Arbeitskraft der Frauen wurde in weiten Kreisen, hauptsächlich in der Textilindustrie benutzt. Der nominelle Lohn der Arbeiter sank schon im ersten Jahrzehnt der gegenrevolutionären Zeitperiode im Verhältnis zur Zeit des ersten Weltkrieges. Während der Kriese sind die Löhne stark gesunken, nach der Kriese wurden sie aber an einem niedrigen Niveau stabilisiert. Dies belastete die Industriearbeiter umso mehr, da die Preisläge der Agrarprodukte zur Mitte der 30-er Jahre bedeutend stieg. Die Arbeitszeit in den Fabriken und kleinen Werkstätten war gleichmäßig sehr lang, im allgemeinen arbeiteten die Arbeiter 10—11, manchmal aber auch 14—16 Stunden. Die Arbeiter haben soziale Leistungen kaum genossen, die Arbeits-und Sanitätsverhältnisse waren schlecht. Dazu kam noch die Furcht vor Entlassung und die Mißhandlung der Arbeiter. Doch hatten diese Jahre die Arbeitslosigkeit als schwerstes Problem. Die Zahl der Ärbeitslosigen war zur Zeit der Wirtschaftskriese die höchste, ihr Zahl blieb aber auch .zur Mitte der 30-er Jahre über 4000. Die Wohnungen der Arbeiter befanden sich in den Souterrainwohnungen des Stadtzentrums, in Rökus, in Möraväros, sowie in den der Wohnsiedlungen außer •dem Kreisschutzdamm. Die Vorstädte und Siedlungen zeigten ein vernachlässigtes Bild. Die Straßen waren staubig und es gab kein Kanalsystem. Im Herbst und im Winter waren die Straßen mit Wasser und Schlamm bedeckt. Es war Manger an gutem Trinkwasser und an den meisten Stellen gab es keine Stromleitung. Es gab weiter kein Sanitätssystem. Die Mehrheit der Wohnungen waren auch im Stadtzentrum naß und gesundheitsschädlich. Die Situation der Sanitätsverhältnisse zeigten auch kein günstiges Bild. Bezüglich der Tuberkulose und der Säuglingssterblichkeit zählte Szeged zu den •ersten Städten im Lande. Obwohl der Bau der Kliniken einen wichtigen Schritt in der Entwicklung des Sanitätswesens bedeutete, war es doch nicht genügend. Die soziale Versorgung eines großen Teils der Bewohner hat damit nicht Schritt, gehalten. Durch die Vertiefung der Kriese und der Steigerung der Misäre wuchs auch die Unzufriedenheit des Proletariats und des armen Bauerntums. Die Führer der Stadt hatten Angst vor der revolutionären Stimmung der Massen, sie versuchten irgendwie die Unzufriedenheit zu vermindern. Das war ein Grund für ihre sog. notvermindernde Tätigkeit. So entstanden die Volksküche, die Notstandsarbut; verschiedene Wohltätigkeitsaktionen die das Elend kaum ertragbarer gemacht haben, waren aber dafür demütigend und das Wasser auf die Mühle der sozialen Demagogie trieben. Die Sozialdemokratische Partei, die am meisten linke legale Kraft, hatteeinen bedeutenden Masseneinfluß auf die Arbeiterschaft. Die gesellschaftliche Baseder Sozialdemokratischen Partei war in Szeged bedeutend. Es waren Kleingewerbetreibende, zahlreiche Privatbeamten und auch die Intelligenz der Partei , beihilflich. In Szeged bildete zweifelsohne die Sozialdemokratische Partei den am besten organisierten politischen Kraft, unn konnte so •eine fortlaufende Organisationsform pflegen. Die Sozialdemokraten waren in'allen Teilen der Stadt anwesend und übten eine politische Tätigkeit aus. Sie hatten aber keine entsprechende Sorge um die •Organisierung der Einwohner der Vorstädte oder um die Gehöftsarbeit. Die Sozialdemokraten haben im Interesse der Verstärkung der Beziehungen mit den Massen zahlreiche politische, kulturelle Veranstaltungen organisiert. Die Redner beschäftigten sich in ihren Vorträgen mit innen- und außenpolitischen sowie mit gemeindepolitischen Fragen, traten gegen die Regierung auf, und verurteilten die Rechtsverschiebung. Im Interesse der Arbeiter haben sie den Führern der Stadt nicht einmal konstruktive Vorschläge gemacht. Die Gewerkschaftsbewegung verknüpfte sich organisch mit der Sozialdemokratischen Partei. Auch in Szeged hatten der Landesbund Ungarischer Bauarbeiter, Bund der Hölzarbeiter, Bund der Textilarbeiter, Bund der Arbeiter der Lederindustrie, die Vereinigung der Arbeiter der Buchdruckerei und der Bund der Privatbeamten eine örtliche Organisation. Die verschiedenen örtlichen Gewerkschaften waren durch die Gewerkschaftskommission zusammengehalten. Die Sozialdemokraten versuchten die Frauen und die Jugend zu organisieren. Die politische Aufklärungsarbeit. unter den Frauen wurde durch schwunghafte kulturelle Tätigkeit lebendiger gemacht. Die Jugendarbeit erfolgte in der Szegeder Gruppe der Landeskomission der Jugend. Bedeutenden Einfluß hatten die Kommunisten unter den Jungarbeiter. In der revolutionären Erziehung der Arbeiterschaft spielten die Kultur- und Sportbewegungen für Arbeiter eine durchaus wichtige Rolle. Die Sozialdemokratische Partei war der Willkür der Polizei ausgesetzt. Für die Arbeit der Sozialdemokratischen Partei ist eine gewisse Zwiespalt charakteristisch. Das manifestiert sich klar bei der Mehrheit der Parteiführer in ihrer im Landesmasstab gefolgten, verräterischen, die Interessen der Arbeiter verlet zenden Linienführung; das Existieren einer legalen Partei war zugleich vorteilhaft, sicherte eine gewisse Möglichkeit zu den Revolutionsarbeiten unter den Massen. Den wirklich bewußten, revolutionären Kraft bedeutete die Kommunistische Partei, deren Mitglieder die legale Möglichkeit ausnutzend gegen den Faschismus und die kapitalistische Unterdrückung kämpften. Sie haben aber auch eine illegale Tätigkeit in organisierter Form geführt. Die organisierte Arbeiterschaft hat zu dieser Zeit ihre revolutionäre Entschiedenheit in zahlreichen, konkreten Aktionen erwiesen. Am Ende des Jahres 1932 und im Jahre 1933 infolge der verhältnismäßigen Verbesserung der wirtschaftlichen Lage ebensowie auf die Wirkung der Reformdemagogie der Gömbös-Regierung ist noch eine „Ebbe", eine Verminderung in der Arbeiterbewegung festzustellen. Mit umso größerem Kraft hat sich aber der Kraft der Arbeiter in den folgenden Jahren entfaltet. Ende 1933 streikten die Bäcker und die Schuhmacher. Als Ergebnis des Kampfes der Bauarbeiter im Jahre 1934 haben die Gewerkschaftskommission und der Verband der Arbeitsgeber in der Bauindustrie einen Kollektivvertrag geschlossen, es gab noch zahlreiche, in erster Reihe wirtschaftliche Streiks in diesem Jahr. Auch in den Jahren 1935— 36 vermindert sich die Kampfbegierde der Arbeiterschaft nicht. Im Mittelpunkt beinahe jedes Streiks standen der nominelle Arbeitslohn und die 48stündige Arbeitswoche. Im Streik des Jahres 1936 ist die kommunistische Führung vorherrschend. In dieser Zeit arbeiteten die Kommunisten und die ihnen nahestehenden, revolutionär denkenden Linkssozialdemokraten in größerer Zahl in den Gewerkschaften. Die Kommunistische Arbeiterpartei hat trotz der beispiellosen Verfolgung der Polizei bedeutende Erfolge erreicht. Die kommunistischen Ideen fanden vor allem in der Reihe der Jugend günstige Aufnahme. Der entschiedene Auftritt der Arbeiter hat dazu bedeutend beigetragen, da die Anhänger der totalen faschistischen Diktatur zur Mitte des Jahrzehntes auch in Szeged zurückgedrängt wurden.
| Mű típusa: | Cikk, tanulmány, mű |
|---|---|
| Egyéb cím: | Položenie rabočih, ih èkonomičeskaâ i političeskaâ bor'ba vo vremâ pravitel'stva Gömbös ; Die lage der arbeiterschaft, ihre wirtschaftliche und politische Kämpfe zur zeit der Gömbös-Regierung |
| Befoglaló folyóirat/kiadvány címe: | Acta Universitatis Szegediensis : acta historica |
| Dátum: | 1974 |
| Kötet: | 49 |
| ISSN: | 0324-6965 |
| Oldalak: | pp. 1-68 |
| Nyelv: | magyar , német , orosz |
| Kiadó: | University of Szeged, Magyar Medievisztikai Kutatócsoport |
| Kiadás helye: | Szeged |
| Befoglaló mű URL: | http://acta.bibl.u-szeged.hu/37081/ |
| Kulcsszavak: | Gömbös Gyula, Szakszervezeti mozgalom - Magyarország - 1932-1936 - regionális, Szeged - munkásmozgalom |
| Megjegyzések: | Bibliogr. a lábjegyzetekben ; összefoglalás német és orosz nyelven |
| Szakterület: | 06. Bölcsészettudományok 06. Bölcsészettudományok > 06.01. Történettudomány és régészet |
| Feltöltés dátuma: | 2016. okt. 15. 07:57 |
| Utolsó módosítás: | 2026. feb. 06. 08:38 |
| URI: | http://acta.bibl.u-szeged.hu/id/eprint/4163 |
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