Szántó Imre: A falusi kisiskolai oktatás helyzete Magyarországon : 1790-1848. In: Acta Universitatis Szegediensis : acta historica, (62). pp. 61-76. (1978)
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Absztrakt (kivonat)
Die von Maria Theresia im Jahre 1777 ausgegebene Ratio Educationis regelte das erstemal •die ungarische Volksbildung in modernem Geist einheitlich, mit staatlichen Massregeln. Diese war •die erste umfassende, staatliche Unterrichtsanordnung, die den Volksünterricht ins System des Unterxichtswesens einschliess. Ihre Bedeutunk können wir vor allem darin zusammenfassen, das sie gegenüber dem kulturellen Monopol der Kirche das erstemal die Interessiertheit des Staates auf dem «Gebiet der geistigen Kultur betont. Die Ratio Educationis hatte eine lange Gültigkeit, bis zum Jahre 1868 diente sie als Leitfaden auf allen Gebieten der Volksbildung. Ein grosser Teil der Neuerungen •der Unterrichtsordnung blieben aber vorübergehend auf dem Papier. Es fehlten nämlich diejenigen, •die die neuen Aufgaben hätten zu bewältigen können: die gut gebildeten Lehrer, die Lehrräume, •die Unterrichtshilfsmittel. Das Parlament vom Jahre 1790/1791 tagte in einer äusserst regengeistigen Atmosphäre. Auf diesem Parlament riessen die adligen Reformer die Führung an sich. Aus dem Gesichtspunkt der Reformen auf dem Gebiet des Schulwesens gilt die Gründung des „Komitees für Bildungswesen" für besonders wichtig, dessen Aufgabe die Ausarbeitung „der allgemeinen Prinzipien und des Systems der nationalen Volksbildung" war. Die adligen Mitglieder des Komitees konnten aber die enge Kategorie der „adligen Nation" nicht überschreiten. Der reaktionäre Charekter der Kulturpolitik des Adels zeigte sich vor allem darin, dass es im wesentlichen das System vor Joseph II. wiederherstellte, -während er die Forderung der „nationalen Volksbildung" (educatio nationalis) als Gegenwirkung auf <die gewaltsame Germanisierung verkündete. Die ungarischen Jakobiner beurteilten auch den Inhalt der Schulerziehung aus dem Gesichtspunkt der Notwendigkeit der radikalen bürgerlichen Umwandlung. Aber der ungarische Kleinadel, •erschrocken vor den Ereignissen der französischen Revolution und vonderheimischen Jakobinerbewegung trat vom nationalen Kampf zurück. Die Möglichkeit des breiten Unabhängigkeitskampfes gegen die Habsburger verging für eine Zeit, und es kam der gegenrevolutionäre Bund des reaktionären feudalen Absolutismus und des ungarischen feudalen Adels zustande. Die Habsburgregime, die sich vor dem Geist der Revolution fürchtete und der sich ergebene ungarische feudale Adel wurden auch auf dem Gebiet der Volksbildungspolitik die Vertreter der Reaktion. Die Palatine Alexander Leopold und Joseph, erschrocken vor dem Eindringen des Geistes der französischen Revolution, hielten gerade die Entwicklung des Volksunterrichts für schädlich. Die neue Regelung der Volksbildung in Ungarn geschah nach langjährigen Zögerung wieder in Form einer königlichen Anordnung, in der zweiten Ratio Educationis, ausgegeben von Franz I. im Jahre 1806, auf Grund der Arbeiten des „Komitees für Bildungswesen" des Parlaments von 1790/1791. Die stark konservative zweite Ratio Educationis bedeutete im wesentlichen neue Richtung und neuen Geist nicht. Der reaktionäre Geist des Habsburg-Absolutismus war für die Entwicklung der Volksbildung nicht günstig. Die wenigen Schulen, die Unregelmässigkeit des Schulbesuches, das Fehlen der materiellen Mittel, die dürftige, praktisch nicht existierende Lehrerausbildung, das schändlich geringe Gehalt der Lehrer, das schreckliche Elend der überlasteten Fronbauern •waren schwere Hindernisse für die Entwicklung des Volksbildungswesens. Am Ende der 1830-en Jahre breitete sich der politische Kampf für die nationale Unabhängigkeit und die bürgerliche Umwandlung in Ungarn aus. Die Bewegung für Volksbildung war organischer Teil dieser politischen Kämpfe. Die Volksbildungspolitik brach ihren Weg im Interesse der nationalen und bürgerlichen Umgestaltung des ungarischen Volksbildungswesens. Die Reformer verbanden die je breitere Ausdehnung des Schulunterrichts mit der gesellschaftlichen und rechtlichen Befreiung der Fronbauern. In diesem Entwicklungsprozess hatten die mit verschiedenen Motivationen gefärbten Volksbildungsbewegungen, der adligen Komitate Anfang der 1830-en Jahre eine wichtige Rolle. Der Statthalterrat gab im Namen des Königs eine neue Anordnung für die Volksschulen in Ungarn im Jahre 1845 aus. Diese Volksschulvorschrift lieferte die katholischen Volksschulen dem mit der Habsburgregierung verbündeten Klerus in noch grösserem Masse aus. Die Organisation, der Lehrstoff und die Unterrichtsmethode des Volksunterrichts waren erstarrt und entsprachen den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Erfordernissen der Zeit nicht mehr. Es gelang weder in der zweiten Ratio, noch auf den Landtagen der Reformzeit die allgemeine und einheitliche Regelung der ungarischen Volksbildung, das organische Volksbildungsgesetz zustandezubringen. Die Unzulänglichkeiten der einheimischen Volksbildung drückten als Erbe der vergangenen Zeiten unseren ersten verantwortlichen Minister für Religion und Unterrichtswesen, Joseph Eötvös. Anlässlich der Revolution von März 1848 kamen die Ansprüche der Lehrer auf Reformieren des Volksunterrichts hoch. Die erste allgemeine Versammlung der ungarischen Lehrer tagte im 184S in Pest. Sie versuchte zum ersten Male ein einheitliches, nationales Lehrsystem zustandezubringen. Die neue Volksvertretung diskutierte zwischen 3—12 Aug. 1848 über den Gesetzentwurf von Volksschulunterricht, vorgelegt von Eötvös. Die Bedeutung des Gesetzentwurfes besteht darin, dass er gegenüber der bisherigen feudalen Schulung die bürgerliche Umgestaltung des Volksunterrichts: den obligatorischen, kostenlosen, sekulären, zeitgemäss wissenschaftlichen Unterricht in Muttersprache zur Gesetzeskraft zu heben versuchte. Über den Gesetzentwurf entstanden grosse Diskussionen in den beiden Häusern. Das Abnehmen des Gesetzentwurfes von der Tagesordnung verschob die Einführung des obligatorischen Volksunterrichts in Ungarn mit 20 Jahrf r.
| Mű típusa: | Cikk, tanulmány, mű |
|---|---|
| Egyéb cím: | Die Lage des Ungarischen Volksschulunterrichts in den Dörfern |
| Befoglaló folyóirat/kiadvány címe: | Acta Universitatis Szegediensis : acta historica |
| Dátum: | 1978 |
| Kötet: | 62 |
| ISSN: | 0324-6965 |
| Oldalak: | pp. 61-76 |
| Nyelv: | magyar , német |
| Kiadó: | University of Szeged, Magyar Medievisztikai Kutatócsoport |
| Kiadás helye: | Szeged |
| Befoglaló mű URL: | http://acta.bibl.u-szeged.hu/37094/ |
| Kulcsszavak: | Falusi iskola - Magyarország - 1790-1848 |
| Megjegyzések: | Bibliogr. a lábjegyzetekben ; összefoglalás német nyelven |
| Szakterület: | 06. Bölcsészettudományok 06. Bölcsészettudományok > 06.01. Történettudomány és régészet |
| Feltöltés dátuma: | 2016. okt. 15. 07:57 |
| Utolsó módosítás: | 2026. feb. 05. 13:51 |
| URI: | http://acta.bibl.u-szeged.hu/id/eprint/2640 |
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